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Aktuelles

Datum:
30.09.2011 – 11:42

Einrichtung:
Senioren-Besuchsdienst

Autor:
m.gey

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„Ich freue mich auf jeden Montag“

Wie jeden Montag sitzt Irene Täubert im Wohnzimmer ihrer kleinen Wohnung in Leipzig-Gohlis. Nachdem die Hausbesuche ihrer Ärzte für diesen Tag absolviert sind, freut sie sich nun auf Gabriele Schmelzer, die sie seit nunmehr 20 Jahren regelmäßig besucht. Irene Täubert und Gabriele Schmelzer sind ein „Besuchs-Paar“, das sich im Rahmen des Senioren-Besuchsdienst des Leipziger Stadtverbandes der Volkssolidarität (VS) gefunden hat.

Begonnen haben diese regelmäßigen Besuche im Jahr 1991. Damals reisten beide Frauen mit dem Reiseclub der Volkssolidarität nach Österreich. Aus einem Treffen um Urlaubsfotos auszutauschen ist eine persönliche Freundschaft erwachsen. „Wir haben viele Reisen zusammen unternommen“, erzählt die 85-jährige Irene Täubert. „Wir haben bei den Reisen unter anderem nach Italien, Norwegen und in die Niederlande viel gesehen und wunderbare Eindrücke gesammelt, die uns keiner mehr nehmen kann.“

Über diese gemeinsamen Erinnerungen sprechen die beiden bis heute, aber auch über aktuelles Zeitgeschehen und über das Mitgliederleben in der Volkssolidarität, das Gabriele Schmelzer sehr gut kennt. Die 61-jährige ist Leiterin der VS-Begegnungsstätte „Am Viadukt“ in der Wahrener Horst-Heilmann-Straße, in der sich viele Ortsgruppen des Stadtverbandes treffen. Viele Seniorinnen und Senioren aus dem Leipziger Norden gehen bei Tanzveranstaltungen, Sprachkursen und anderen Angeboten in der Einrichtung ein und aus. Viele von ihnen kennt auch Irene Täubert. „Leider bin ich aber nicht mehr so mobil und bin froh, wenn Gabriele zu mir nach Hause kommt und Neues von meinen Bekannten aus der Volkssolidarität berichtet. Ich freue mich auf jeden Montag.“

Gabriele Schmelzer (r.) besucht seit 20 Jahren regelmäßig Irene Täubert zu Hause

Für den Senioren-Besuchsdienst sucht der Volkssolidarität Stadtverband Leipzig e. V. ehrenamtliche Besuchshelfer, welche – wie Gabriele Schmelzer – Kontakt suchende Seniorinnen und Senioren regelmäßig besuchen. Wir freuen uns über jeden, der helfen möchte, Einsamkeit im Alter zu mildern. Viel geholfen sei schon, wenn der Besuchshelfer zuhört, vorliest und in schwierigen Lebenssituationen Mut macht. „Einige Besuchshelfer gehen auch mit den Senioren spazieren oder begleiten sie bei Arztbesuchen“, berichtet Gabriele Schmelzer, die die Notwendigkeit des Senioren-Besuchsdienst unterstreicht. „Wir möchten die Leute ermutigen, in Begleitung auch mal wieder das Haus zu verlassen.“

Interessierte, die sich ehrenamtlich als Besuchshelfer engagieren möchten oder selbst besucht werden möchten, können sich telefonisch unter 0341/589680 melden.

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